Wappen Strander Katamaran Segler e.V.
Strander Katamaran Segler e.V.
SKS e.V.
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Fahrtensegeln auf einem Strandkat

Ein Freund und ich hatten seit längerem die Idee, eine größere Strecke mit einem Strandkat zurückzulegen. Mal nicht nur in der Bucht hin und herfahren, sondern ein richtiges Ziel anzusteuern.

Am 30. August passte dann Alles:

Wir hatten 3 Tage Zeit, die Sonne schien und der Wind blies mit gefühlten 10Ktn aus Ost. Gegen Mittag schnallten wir unsere Seesäcke auf den Kat und legten in Strande ab. Es war ein gemütliches Segeln – keine Action auf einem Rumpf, aber ein ungeheures Gefühl der Freiheit! Grobes Ziel: Lotseninsel Schleimünde. Auf Höhe der Schlei war in Richtung Norden Land in Sicht. Es musste Dänemark sein.

Das wäre ein Traum.

Aber was macht man, wenn man dann dort festsitzt? Könnten wir es riskieren, meine Frau anzurufen (die ungerne den Bulli fährt und schon gar nicht mit Anhänger) und sie bitten, uns mit dem Trailer aus Dänemark abzuholen? – Auf jeden Fall! Also nochmals Wettervorhersage und GPSMAP gecheckt und los… Das Land kam immer näher. Es war die Insel Ærø (nicht zu verwechseln mit Årø).

Was aus der Ferne noch wie große leuchtende Sandstrände aussah, entpuppe sich dann als Steilküsten und Kornfelder, die von der Sonne angestrahlt wurden. Wir steuerten einen flachen Teil an und sind letztlich gegen 18 Uhr an dem perfekten Strand gelandet.

Den Abend ließen wir voller Zufriedenheit bei einem importierten Bier ausklingen. Am nächsten Morgen war es zunächst windstill und wir fühlten uns ein bisschen wie Gilligan auf seiner Insel. Wie vorhergesagt, kam dann aber doch noch Wind auf und wir durften keine Zeit verlieren, denn später sollte er nochmal etwas drehen. Also schnell ein Frühstück aus Müsliriegeln und Würstchen eingenommen, Sachen gepackt und per Halbwind Richtung Strande.

Es lief ganz gut, wenn der Wind auch ruhig hätte stärker sein können. Irgendwann drehte er dann aber tatsächlich noch, sodass wir auf direkten Kurs Richtung Schleimünde gehen konnten, was unser 2. Nachtlager werden sollte. Gegen 13 Uhr erreichten wir die Losteninsel, bauten unser Zelt auf und ließen uns bei herrlichem Sonnenschein an der Giftbude bewirten. Am letzten Tag unserer Tour kam nach einer unbeständigen Nacht morgens tatsächlich schon wieder die Sonne durch und der Wind frischte ordentlich auf. So konnten wir trotz Raumwind mit ordentlich Geschwindigkeit zurück nach Strande segeln. Alles in Allem waren das drei großartige Tage!

von Marco Pahl
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